Wo steht der Turm von Pisa?
Wer Pisa zum ersten Mal besucht, hat keinen Zweifel daran, welche Sehenswürdigkeit er unbedingt sehen muss. Fragt man die Einheimischen - und das kommt oft vor - "Wo ist der Turm?", ist die Antwort immer dieselbe, oft begleitet von einem amüsierten Lächeln. Das liegt daran, dass der Schiefer Turm von Pisa ist nicht nur ein schiefer GlockenturmEs ist ein Symbol, und es steht an einem bestimmten Ort, eingebettet in die Geschichte und das Herz der Stadt.
Der legendäre Schiefe Turm erhebt sich inmitten der Piazza del Duomo, auch bekannt als die Piazza dei Miracolinur eine kurze Strecke vom Stadtzentrum entfernt. Es ist ein Stück Marmor und grüner Rasen, das die Besucher immer wieder sprachlos macht. Gleich daneben befinden sich die Kathedrale, das Baptisterium und der Monumentalfriedhof - einer der schönsten mittelalterlichen Komplexe Europas, vielleicht sogar der Welt. Alles ist auf einen Blick zu erkennen. Der Kontrast zwischen dem weißen Stein und dem grünen Gras fällt sofort ins Auge, vor allem, wenn der Himmel klar ist.
Aber wie ist dieser Turm dorthin gekommen und warum neigt er sich? Mit dem Bau wurde 1173 begonnen. Er sollte der Glockenturm der Kathedrale werden. Doch nach ein paar Jahren ging etwas schief. Der Boden begann nachzugeben, und mit ihm das Fundament des Turms. In der Praxis begann er sich fast sofort zu neigen, noch während er gebaut wurde. Die Arbeiten wurden für Jahre, ja sogar Jahrzehnte, eingestellt. Dann wurden sie wieder aufgenommen. Das Ergebnis? Ein Gebäude, das sich neigt, aber steht. Und das schon seit Jahrhunderten. Es hat Erdbeben, Kriege und Vernachlässigung überstanden. Jede Generation hat versucht, es zu retten und in Ordnung zu bringen, aber es ist ihr nie ganz gelungen. Und vielleicht ist das auch gut so.
Alles in allem ist er etwa 56 Meter hoch, auch wenn er, wie jeder weiß, bei weitem nicht perfekt senkrecht steht. Man sieht es schon von weitem. Heute beträgt die Neigung fast 4 Grad, und trotzdem kann man ihn besteigen.
Es sind fast 300 Stufen. Die Spitze zu erreichen, ist ein kleines Kunststück, aber es lohnt sich. Von dort oben hat man eine unglaubliche Aussicht: Man kann den gesamten Platz, das historische Zentrum und an klaren Tagen sogar die entfernten Hügel sehen. Manche sagen, dass der Blick bei Sonnenuntergang bis zum Meer reicht. Es ist nicht leicht, das zu überprüfen, aber das Gefühl, über den Dächern zu schweben, ist echt.
Eine wenig bekannte Tatsache: Der Turm beherbergt sieben Glocken, eine für jeden Ton der Tonleiter. Er ist nicht nur ein Turm, den man fotografieren kann, sondern ein lebendiges Bauwerk, das seine eigene Funktion hat - auch das macht ihn einzigartig. Jede Glocke hat ihren eigenen Namen und ihre eigene Geschichte, und sie begleiteten einst die Feierlichkeiten der Kathedrale. Heute werden sie nicht mehr regelmäßig geläutet, aber sie bleiben ein wesentlicher Bestandteil der Identität des Turms.
Im Laufe der Zeit wurde der Turm mehrfach restauriert. Ende des 20. Jahrhunderts wurde er sogar aus Sicherheitsgründen für die Öffentlichkeit gesperrt. Ingenieure arbeiteten jahrelang daran, ihn zu stabilisieren. Sie verringerten die Neigung leicht, ohne sie zu beseitigen, denn paradoxerweise ist es gerade diese Neigung, die ihn zu dem macht, was er ist. Heute ist er sicher zu besichtigen, aber das Gefühl, das man beim Besteigen hat, ist immer noch einzigartig. Man spürt, dass der Boden unter den Füßen nicht eben ist, und das hinterlässt einen Eindruck. Manche Menschen fühlen sich leicht verwirrt, andere lachen, wieder andere bleiben stehen, um auf jeder Etage Fotos zu machen. Aber alle gehen mit einer lebhaften Erinnerung zurück.
Der Turm von Pisa ist nicht nur eine italienische Ikone - er ist ein Ort, der überrascht wirklich jeden, der es persönlich sieht. Vielleicht ist das ihre wahre Stärke. Sie ist seit über acht Jahrhunderten da, immer ein wenig aus dem Gleichgewicht, aber stabiler denn je. Und sie erzählt weiterhin eine Geschichte, die von Fehlern, Sturheit und Schönheit geprägt ist. Es ist eines der wenigen Dinge auf der Welt, das, obwohl es nicht perfekt ist, nie aufhört, zu faszinieren.
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